Im Jahre 1967 am 30.Juli wurde von Klaus Bongard, Wilfried Bösterling und Friedhelm-Wilhelm Spickhoff eine Jungschützenabteilung ins Leben gerufen. Im Festzug desselben Jahres marschierten die sechs Jungschützen, zwar ohne Uniform, aber mit ihrer ersten Fahne, mit. Die anschließende Mitgliederwerbung zeigte bald Erfolg und so bestanden die Jungschützen am Jahresende aus stolzen 30 Mitgliedern. Im Februar 1968 fand die erste Mitgliederversammlung statt und in diesem Jahr marschierten die Jungschützen auch erstmals in Uniform.

Pfingsten 1970 veranstaltete die Jugend ihr erstes Zeltlager und schon damals spielte das Wetter nicht so ganz mit. Im selben Jahr fand auch das erste Vogelschießen statt, wobei man auf Glühbirnen schoss, an denen ein lzvogel befestigt war. Jungschützenkönig wurde Gisbert Häuschen, der sich Sabine Siemens zur Königin nahm. Die Kette und Krone, die der Ehrung dienten, wurden noch bis heute immer an das nachfolgende Königspaar weitergereicht.

Im Jahr 1972 begann man mit dem Umbau der alten Toilettenanlage zu einen Jugendraum, welcher unter der Leitung vom Jugendvertreter Hermann-Josef Moneke fertig gestellt wurde. Heinrich Drepper gründete eine Übergangsabteilung zum Hauptverein, den Jugendzug, welcher sich durch ein Abzeichen am linken Oberarm auszeichnete. Mit dieser Gründung stieg auch das Interesse wieder an und die Jugend beteiligte sich mehr an Veranstaltungen. Weitere Leiter der Jungschützen waren Erich Schneidersmann und Ralf Goldmann.

1974 wurde, nach einem langen Kampf mit dem Offiziercorps, eine Mädchengarde gebildet und die langjährige Tradition „Keine Frauen im Schützenverein“ gebrochen.

Die Jahre zogen dahin und es änderte sich nicht allzu viel, außer dass Ältere gingen und Jüngere kamen. Erst 1985 gab es wichtige Änderungen im Jugendbereich. Sowohl der Jungschützenleiter Hermann-Josef Moneke, als auch der Jugendzugleiter Ralf Goldmann dankten ab und der noch amtierende Schützenkönig Klaus- Dieter Dworzak erklärte sich bereit, die Schützenjugend zu übernehmen. Die Schützenjugend bestand nunmehr aus den Jungschützen und den Jugendlichen aus dem Jugendzug.

Seit diesem Jahr schossen die Jungschützen auf einen richtigen Holzvogel, was anfangs zwar noch einige Schwierigkeiten aufwies, aber genauso aufregend war wie das große Vogelschießen.

1987, anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Schützenjugend, fand eine Feier in der Schützenhalle statt, dessen Erlös der Anschaffung einer neuen Fahne zugeteilt wurde. 1989 übernahm die Schützenjugend unter vielen Aufgaben auch die von der Partnerstadt Laventie an den Hauptverein gespendete Europafahne, um sie bei großen Umzügen mitzuführen. Im Oktober 1992 fand das 25-jährige Jubiläum statt, bei dem neben vielen anderen Überraschungen auch alle bisherigen Königspaare der Jugend anwesend waren. Erst im Juni 1994 bekam die Schützenjugend neue Unterstützung durch die Offiziere Horst Schillig und Peter Wolf. Nachdem die Jugend Anfang Januar 1995 neue Vereinsabzeichen bekamen, übergab Klaus-Dieter Dworzak die Leitung der Jugend an Horst Schillig. Dieser gründete auch den Jugendzirkel und führte gemeinsam mit den anderen Kreisjugenden den ersten Kreisjugendtag durch. Dieser hat sich bis heute gehalten und wird mit viel Begeisterung unterstützt. 1997 feierte die Schützenjugend ihr 30-jähriges Bestehen mit einer großen Party in der Schützenhalle. In diesem Jahr wurden auch die erste Kreisjugendfahrt nach Elspe veranstaltet. In den darauf folgenden Jahren hat sich vieles geändert. Ende der 90er Jahre wurde die magische Grenze von 100 Mitgliedern durchbrochen. Oftmals war die Schützenjugend in den nächsten Jahren bei einigen auswärtigen Schützenfesten sogar stärker vertreten als der Hauptverein. Dies zeigt, welch hervorragende Arbeit Horst Schillig als Jugendleiter geleistet hat und dies bis heute tut.

Die Anzahl der Aktivitäten der Schützenjugend hat sich in all den Jahren stark erhöht. Mittlerweile sind ihre Mitglieder jährlich bei weit über 20 Veranstaltungen präsent. Aufgrund der dadurch gestiegenen Aufgaben, erhielt der Jugendleiter Horst Schillig im Jahr 2003 Unterstützung von den Offizieren Olaf Bomnüter, Markus Fischer, Jörg Moneke und Michael Schmidt. Alle vier waren bereits viele Jahre Mitglied in der Schützenjugend.

Es folgte der Festakt zum 40.-jährigen Bestehen der Schützenjugend, der durch den Jugendleiter Horst Schillig eröffnet wurde. In seiner Ansprache ließ er noch mal die letzten 40 Jahre Revue passieren und legte dabei Wert auf die besonderen Highlights. Erstmalig wurden auch alle anwesenden Jungschützenköniginnen (13) mit einem Königinnenorden ausgezeichnet. Es folgte eine kurze Ansprache des Oberst und 1. Vorsitzenden Hermann-Josef Moneke, im Anschluss ergriff Klaus Bongard das Mikrofon. Gespannt hörten die Anwesenden seinen Ausführungen aus den ersten Jahren der Schützenjugend zu. Klaus Bongard gehörte, wie auch Wilfried Bösterling, Friedrich-Wilhelm Spickhoff, Erwin Schneidersmann, Ludwig Spickhoff und Wilfried Brambour zu den Gründungsmitgliedern der Jugend. Oberstleutnant Michael Hilker zeichnete die Gründungsmitglieder für ihre 40-jährige Mitgliedschaft aus und richtete einige Worte des Dankes an die Gründungsmitglieder, die Schützenjugend und den Jugendleiter. Für die Kompanien und Abteilungen sprach Theodor Ostermann (König der Schützenbruderschaft), der mit seiner Königin Marita Richter und seinem Hofstaat der Einladung zum Jubiläumgerne gefolgt war. Wie seine Vorredner auch, wies er darauf hin, wie wichtig die Jugendarbeit ist und das viele der heutigen Offiziere aus der Schützenjugend hervorgegangen sind. Die Jugend ist die Basis jeden Vereins und benötigt die größst mögliche Unterstützung. Geschenke der Kompanien und Abteilungen wurden übergeben. Als Abgesandter des Kreisschützenbundes Iserlohn gratulierte Peter Hölzel (Kreisjugendleiter) der Jungschützen zu ihrem Jubiläum.

Zum Erfolg führt nur die Gemeinschaft, aber an dieser Stelle soll ein Namen genannt werden, der mit seinem Team in den letzten Jahren die Jungschützen zu dem gemacht hat, was sie heute sind. Es ist der Jugendleiter Horst Schillig, der in Sümmern liebevoll Obelix genannt wird. Nach dem offiziellen Teil brachten die Iserlohner Stadtmusikanten, die die Jungschützen alljährlich am Schützenfestsonntag im Zug begleiten, ein Ständchen und die Halle zum Toben. Dann wurde gefeiert bis in den Morgen.