Abtl.: Jasmina Hesse Kontakt: spielmannszug@suemmern.net Der Spielmannszug „St. Sebastian“ Sümmern ist, wie der Name schon vermuten läßt, eine eigenständige Abteilung der Schützenbruderschaft St. Sebastian Sümmern. Dies war aber nicht immer so, obwohl es in der Natur der Sache liegt, daß ein „Trommlerkorps“ ohne „Fußvolk“ und ein Schützenverein ohne „Trommler und Pfeiffer“ beim Marschieren keinen guten Eindruck macht. So liegt die Geschichte des Spielmannszuges schon von Anfang an sehr Nahe an der des Schützenvereines. Trotzdem sprechen wir in den ersten Jahren nicht vom „Spielmannszug St. Sebastian“ sondern vom Trommlerkorps SümmernDie Geschichte des Trommlerkorps beginnt mit dem Jungmännerverein von 1911. In diesem Jahr haben sich einige „Jungmänner“ dazu entschlossen einen Trommlerkorps zu gründen. Erwähnt wurde dieses Trommlerkorps erstmalig, wie kann es anders sein, in einem Festbericht der Schützenbruderschaft zum Schützenfest von 1921. Der Chronist schrieb damals folgendes:Nachmittags 2 1/2 Uhr setzte sich der Festzug unterden Klängen der Brantscheidschen Kapelle aus Hengsen(18 Mann stark) und des Trommlerkorps der Jünglings-Sodalität in Bewegung. Auch die Gemütlichkeit kam nicht zu kurz, wie der Festbericht aus dem Jahre 1925 beweist. Es heißt hier wörtlich:Das hiesige Trommlerkorps hatte die üblichen Ständchengebracht, wobei dem köstlichen Naß wacker zugesprochenworden war, so daß der Zapfenstreich eine Stunde Verspätungerfahren mußte. Die weitere Geschichte bis zum 2. Weltkrieg ist leider nur Bruchstückweise zu verfolgen, da die Verantwortlichen wohl mehr Spaß an der Musik als an Chronismus hatten. Mündlich überliefert ist, daß G. Zimmermann und Josef Trompetter die Leitung des Trommlerkorps übernommen hatten und die beiden Herren auch die Instrumente und Uniformen über den 2. Weltkrieg gerettet haben. Beim ersten Schützenfest nach dem 2. Weltkrieg war auch das Trommlercorps, verstärkt durch Spielleute aus Iserlohn und unter der Leitung von Gustav Zimmermann, wieder „voll“ mit dabei. In dieser Zeit ereignete sich auch ein „Döneken“, daß bis heute den Sprachschatz der Sümmeraner bereichert. Der Wirt der Gasstätte Speer hatte immer Probleme mit den Ohren, insbesondere wenn das Trommlerkorps bei ihm zechte und die Lautstärke mit zunehmendem Alkoholkonsum immer weiter stieg, hieß das Trommlerkorps bei ihm ab diesen Tagen nur noch „Schandalmäkers“ (ins Hochdeutsche übersetzt Krachmacher) Diesen Ausdruck bekommen wir auch heute noch zu hören. Nach dem Tode von Gustav Zimmermann wurde Fritz Muth von den 15 Spielleuten als Tambormajor gewählt. Durch die Freundschaft zwischen Fritz Muth und demSchützenoberst Leo Bongard wurde der Weg zu einer für beide Seiten positiven Zusammenarbeit gefördert. So half zum Beispiel die Schützenbruderschaft dem Trommlerkorps bei der Finanzierung von Uniformen und Instrumenten. Das Vertrauen war so groß, daß nie schriftliche Verträge oder Abkommen gemacht wurden. Die Zusammenarbeit mündete im Jahre 1971 in die Übernahme des Trommlerkorps in die Schützenbruderschaft. Von dieser Zeit an nennen wir uns „Spielmannszug der Schützenbruderschaft St. Sebastian Sümmern“. Nach Fritz Muth übernahm Udo Kneuper den Tamborstock. Die Spieltermine beschränkten sich nun nicht mehr nur auf das Schützenfest in Sümmern. Die Nachbargemeinden waren bei Ihren Schützenfesten und Umzügen auch auf die Mitwirkung der Sümmeraner „Schandalmäkers“ erpicht. Bis zum heutigen Tage hat sich daran nicht viel geändert.Von 1972 bis 1983 war Reinhold Trompetter Tambormajor des Spielmannszuges Sümmern. Die Jugendarbeit wurde von Reinhold Trompetter so stark gefördert, daß in einer aufsehenerregenden Sitzung im Jahre 1974 eine bis dahin schier unglaubliche Entscheidung getroffen wurde. Bis zu diesem Tage war der Spielmannszug eine reine „Männersache“, und nach Ansicht einiger Mitglieder sollte das auch so bleiben. Nur der Hartnäckigkeit Reinhold Trompetters ist es zu verdanken daß von nun an auch das weibliche Geschlecht bei uns mitmischt.1983 übernahm Alfons Schneider den Tamborstab von Reinhold Trompetter.In den folgenden Jahren kamen immer mehr Spieltermine hinzu. Es wurde nicht nur bei den üblichen Ständchen und Festen in Sümmern gespielt, es konnten sogar die ersten „Auslandseinsätze“ verzeichnet werden. Im Jahr 1983 und 1985 trat der Spielmannszug in Kortrijk, Belgien auf, im Jahre 1993 spielten wir beim Schützenfest in Waren am Müritzsee und im Jahre 1995 waren wir bei dem Weinfest in Oberkirch im Schwarzwald. In den Jahren 1986 und 1991 feierte der Spielmannszug sein 75 bzw. 80-jähriges Jubiläum mit großen Freundschaftstreffen unter Mitwirkung befreundeter Spielmanns- und Fanfarenzüge. Am 23.02.2005 wurde auf der Jahreshauptversammlung ein neuer Abteilungsleiter gewählt.Einstimmig wurde Michael Schmidt zum Abteilungsleiter gewählt. Seine Vorstandskameraden sind: Schriftführer: Jörg Schänzer 1. Kassierer: Hans Schneider 2. Kassiererin: Karin Tönnies Der Mitgliederbestand beträgt zur Zeit 50 aktive davon 15 Jugendliche und 58 passive Mitglieder. Am 07.02.2009 wurde auf der Jahreshauptversammlung ein neuer Abteilungsleiter gewählt.Michael Schmidt, welcher das Amt des Abteilungsleiters seit 2005 bekleidet, wurde ohne Gegenstimme für die nächsten vier Jahre wiedergewählt. Schriftführer: Jörg Schänzer 1. Kassierer: Hans Schneider 2. Kassiererin: Karin Tönnies Der Mitgliederbestand beträgt zur Zeit 49 aktive davon 16 Jugendliche und 59 passive Mitglieder. Auf der Jahreshauptversammlung 2010 wurde ein neuer Abteilungsleiter gewählt. Einstimmig wurde Wolfgang Hock zum Abteilungsleiter gewählt. Seine Vorstandskameraden sind: Schriftführer: Jörg Schänzer 1. Kassiererin: Karin Tönnies 2. Kassierer: Dirk Heimann Auf der Jahreshauptversammlung 2018 wurde mit Jasmina Hesse eine neue Abteilungsleiterin und mit Carolin Fischer eine neue 2. Kassiererin gewählt. Zum Vorstand gehören: Schriftführer: Jörg Schänzer 1. Kassiererin: Karin Tönnies 2. Kassiererin Carolin Fischer

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